In Barcelona trotzen zurzeit hunderte Familien der autogerechten Stadt. Im September schloss sich eine Handvoll Eltern im Stadtteil Eixample zusammen, um ihre Kinder gemeinsam mit dem Rad zur Schule zu begleiten. Was als kleine (Rad-)Fahrgemeinschaft begann ist mittlerweile zu einer eindrucksvollen Bewegung erwachsen. Immer freitags bevölkert eine Horde von Kinder mit ihren Eltern Barcelonas Straßen und fährt geschlossen zur Schule – auf Fahrrädern, Rollern und Rollschuhen. Die Kinder erobern sich damit den Straßenraum zurück, Autos müssen hingegen warten oder woanders lang fahren.

Table of Contents

Die Freitagsfahrten wurden unter dem Namen Bicibús bekannt, was übersetzt so viel wie Rad-Bus heißt. Die Fahrgemeinde hält nämlich zu bestimmten Zeiten an bestimmten Orten, wo Andere dann – wie an einer Bushaltestelle – zusteigen können. Mit jeder Woche wächst die Fahrradroute um weitere Strecken. Ein Video auf Twitter zeigt begeisterte Kinder auf dem Weg zur Schule:

Sichere Radwege, damit Kinder mit dem Fahrrad zur Schule fahren können und mehr Platz für andere Verkehrsmittel als das Auto – dafür steht Bicibús. Wir finden: eine tolle Initiative mit Vorbildcharakter für andere Städte, nicht nur freitags.

Quelle: Bicibús Eixample Bild: @bicibuseixample

Ähnliche Beiträge

  • Blog

Ein Kinderbuch erkundet die Stadt der Zukunft

„Fang an, die Stadt zu entwerfen, in der Du leben möchtest, wenn Du einmal groß bist“, ruft Nika Dubrovsky allen kleinen Menschen in der Einleitung des jüngst erschienenen Kinderbuchs „Stadt der Zukunft“ zu. Wie haben sich die Vorstellungen der Menschen von Städten im Laufe der Geschichte und in verschiedenen Kulturen …