Initiativen und Innovationen

Ein digitaler Passierschein für Europas Binnengrenzen

Quelle: unsplash.com, Foto © Naufal Giffari

Die Corona-Krise fordert die Logistik- und Transportbranche heraus: Durch die zeitintensiven Gesundheitskontrollen an den europäischen Binnengrenzen staut sich der Warenverkehr auf den Straßen – Lieferengpässe und verdorbene Waren sind die Folge. Bevor Fahrzeugführer*innen die Grenzen passieren dürfen, müssen sie in der Regel einen analogen Fragebogen ausfüllen – dies ist nicht nur zeitraubend, sondern auch riskant, denn jeder Kontakt zwischen Grenzbeamt*innen und Fahrzeugführer*innen birgt die Gefahr einer Ansteckung.

Die EU-weite Plattform „Fast Border Crossing“ löst dieses Problem, indem sie Grenzkontrollen schnell, einfach und hygienisch möglich macht. Die webbasierte Smartphone-Applikation erfasst alle relevanten Informationen zu Fahrzeugführer*innen, Fahrzeugen, Ladung und Fahrten sowie gesundheitsbezogene Daten digital und vor Fahrtantritt. Die Grenzbeamt*innen können die in der Datenbank hinterlegten Informationen per QR-Code aufrufen und kontaktlos kontrollieren. Die Plattform ist das Ergebnis eines Hackathon der Bundesregierung unter dem Motto #WirVsVirus.

Quelle: Fast Border Crossing

 

Was ist daran interessant?

  • Bürokratische Hürden werden abgebaut
  • Effiziente und hygienische Grenzkontrollen
  • Infektionsketten können nachvollzogen und unterbrochen werden
  • Die Daten können weiterverarbeitet und analysiert werden (bspw. durch RKI)

 

Potenziale

  • Digitale Technologien werden sinnvoll eingesetzt: Die Plattform verhindert Staus und optimiert damit den Verkehr.
  • Mithilfe der Plattform, können wichtige Versorgungsgüter prioritär behandelt werden.
  • Prozesse verschlanken durch eine ganzheitliche, europäische Lösung